Die Rigaer Freihafen-Behörde hat eine Vereinbarung mit dem ersten Investor zur Entwicklung eines Windtechnologie-Produktionskomplexes auf der Insel Kundziņsala in Riga unterzeichnet — ein Schritt hin zur Schaffung eines integrierten Grünindustrieclusters im Rigaer Hafen, berichtet LSM unter Berufung auf LETA.
Das Pachtrecht auf Kundziņsala wurde einer internationalen Investorengruppe aus Unternehmen der erneuerbaren Energien, Metallurgie und Windtechnologie-Komponentenherstellung sowie Finanz- und Strategieinvestoren zugesprochen.
Leitpartner der Investorengruppe ist der litauische Entwickler für erneuerbare Energien und Technologieinnovationen Vilniaus mokslo ir inovacijų centras (VMIC). VMIC ist Mehrheitsaktionär des lettischen Windtechnologie-Komponentenherstellers MADESTA — einem Zulieferer für Windturbinenhersteller wie Vestas, Siemens Gamesa, Nordex und andere.
Zur Investorengruppe gehört auch der baltische Privatinvestitionsfonds Lords LB Asset Management.
Das Investitionsprojekt sieht die Herstellung von Windtechnologiekomponenten — Türme, Flansche, Gondeln, Rotoren und andere Baugruppen — sowie deren Rohstoffe und Stahlhalbzeuge vor. Das Projekt soll bis 2032 abgeschlossen sein. Investitionsvolumen: 160–250 Millionen Euro. Es wird erwartet, dass das Projekt bis zu 300 direkte Arbeitsplätze und rund 800 indirekte Arbeitsplätze in der Region Riga schafft.